Kleine Besucher an einem trüben, winterlichen Herbsttag

Jeden Tag kommen die Haussperlinge:

haussperlinge

Unter ihnen hat es heute einen bunten Wintergast gegeben:

rotkehlchen

Veröffentlicht 16. November 2016 von Shetlaenderin in Vögel

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Besucher

Das Wetter ist in letzter Zeit kalt, regnerisch und zuweilen sehr windig gewesen. Ich denke immer an die kleinen Vögel, die tagsüber ausreichend Futter finden muss, um die Kälte der trostlosen Nächte überleben zu können. Hinter dem Haus habe ich also eine Vogelfutterstation aufgestellt.

Stare sind regelmäßige Besucher, und ab und zu singt zumindest einer von ihnen oben auf der Futterstation. Vermutlich ist das ein Versuch das Revier zu verteidigen. Den Gesang von Staren finde ich sehr schön und interessant, besonders wenn sie andere Vogelarten nachahmen. (Einmal habe ich sogar einen Star gehört, der das Geräusch, das beim Einschlagen eines Holzpfostens in den Boden entsteht, perfekt imitieren konnte.)

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Auch die jungen Weidenbäume bieten in der Nähe der Futterstation Sitzplätze an.

star-2

Die Jungvögel haben ein bräunliches Gefieder:

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Sobald es hell wird kommen auch die Haussperrlinge, um zu frühstücken. An einem sehr kalten Morgen habe ich 35 gezählt!

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Veröffentlicht 14. November 2016 von Shetlaenderin in Vögel

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Zugvögel

Als ich Papa Stour im September besucht habe, hat es sehr viele Wiesenpieper gegeben. Ich habe bis zu 30 auf einmal gezählt. Sie waren meistens in Heidegebieten auf der Suche nach Insekten zu sehen, so wie dieser Vogel:

wiesenpieper

Das wird Zugvögel auf dem Weg zu ihrem Winterquartier im Süden gewesen sein.

Weitere Zugvögel, die ich beobachtet haben, waren z. B. diese Buchfinke:

buchfink-1

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Und diese schöne weibliche Spießente, die eine Pause auf einem Süßwasserteich einlegt. (Vgl. Spießenten 08.05.2015, Eine männliche Spießente 01.05.2014, und Weibliche Spießente 09.05.2011) Diese Vogelart kommt in Shetland eigentlich nicht so oft vor:

spiesente

Es hat auch noch viele Steinschmätzer gegeben. Bald darauf werden sich wohl auf den Weg nach Afrika gemacht haben:

steinschmatzer-1

steinschmatzer

Und, wie immer, habe ich mich darüber sehr gefreut, auch die „gewöhnlichen“ Vogelarten, die Standvögel, die den Winter in Shetland verbringen, beobachten zu können.

Zwei Krähenscharben (der Vogel rechts ist ein Jungvogel – das erkennt man an der weißen Kehle):

krahencharben

Und eine imposante Silbermöwe. Im Herbst/Winter ist der weiße Kopf des Altvogels grau gefleckt:

silbermowe

Krähenscharben und ihre Umgebung

Diese Bilder habe ich im Juni gemacht, als ich meine Heimatinsel, Papa Stour besucht habe.

Zuerst ein Bild von einer Krähenscharbe, die ihre Flüge ausbreitet, um sie trocknen zu lassen:

Krähenscharben (2)

Dieses Bild zeigt ihre Umgebung (die Krähenscharbe kann man in der Mitte des Bildes gerade noch erkennen):

Krähenscharben (1)

Zwei Krähenscharben auf ihren Nestern:

Krähenscharben (3)

Man kann die Nester links auf diesem Bild sehen, ganz in der Nähe einer Brandungshöhle namens „Nose Tirls o‘ Nort Lungi Geo“. Mir wurde etwas schwindelig, als ich dieses Bild gemacht habe… Oben am Klippenrand hört man das tosende Meer in den Brandungshöhlen, ein tiefes, dumpfes Brüllen, das man eigentlich eher fühlt als hört.

Krähenscharben (4)

Veröffentlicht 21. August 2016 von Shetlaenderin in Vögel

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Schöne Nester

Die Nester dieser Eissturmvögel sind mit sehr vielen Grasnelken verziert.

Eissturmvögel (1)

Eissturmvögel (2)

Veröffentlicht 21. August 2016 von Shetlaenderin in Vögel

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Jungvögel

Unten gibt es ein paar Bilder der Jungvögel, die ich in diesem Sommer gesehen habe.

Wenn Große Raubmöwen jung sind, sehen sie sehr süß aus und sie sind ja ganz wehrlos. Reglos und gut getarnt kauern sie am Boden:

Große Raubmöwe

Ein junger Steinschmätzer auf der Suche nach Insekten am Strand legt eine kurze Ruhepause ein:

Steinschmätzer

Diese jungen Krähenscharben sehen so aus, als wären sie krank oder tot. Das sind sie aber nicht: In diesem Alter können sie noch nicht so gut aufrecht stehen. Und, obwohl sie zur Zeit der Aufnahme im Schatten waren, wäre es früher am Tag sehr heiß mit direktem Sonnenschein gewesen sein. Es kann sein, dass es für sie an diesem fast windstillen Tag zu warm gewesen ist.

Krähenscharben (5)

 

Eine überraschende Beobachtung

Als ich meine Heimatinsel im Juli besucht habe, habe ich wie immer viel Zeit damit verbracht, die einheimischen Vögel zu beobachten. Das finde ich immer sehr interessant. Aber, als ich drei weibliche Eiderenten mit ihren Küken ruhig in einer Bucht schwimmen und auf der Suche nach Nahrung gesehen habe, habe ich so ein ungewöhnliches Beutetier nicht erwartet…

When I visited my home island in July, I spent a lot of time observing the local birds, as I always do. I always find this interesting. But, when I saw three female Eiders with their young searching for food in a voe, little did I expect such an unusual item of prey…

Eiderenten 1

Auch die Jungvögel suchen unter der Wasseroberfläche nach Nahrung. / The young birds also search for food beneath the water’s surface.

Eiderenten 3

Plötzlich wird es sehr hektisch: Mit einem Fisch fest im Schnabel, der wie ein junger Seehase aussieht, versucht eine der Altvögel sich so schnell wie möglich von den anderen zu entfernen! /Suddenly things become very hectic: With a fish, which appeared to be a lumpsucker firmly held in its bill, one of the adult birds attempts to distance itself from the others as quickly as possible!

Eiderenten 2

Aber die anderen Weibchen hätten so einen leckeren Fisch auch sehr gerne. /But the other females would also very much like such a tasty fish.

Eiderenten 4

Die Verfolgungsjagd ist chaotisch und sehr energisch. /The pursuit is chaotic and vigorous.

Eiderenten 5

Einen Moment lang sieht es so aus, als wäre der Fisch verloren gegangen. /For a moment, it looks like the fish has been lost.

Eiderenten 6

Aber er wurde doch wieder gefunden (oben links auf dem Bild)! Ob die Eiderente, die den Fisch schließlich gefressen hat, die Gleiche war, die ihn ursprünglich gefangen hat, weiß ich nicht! /But it was indeed found again (top left in the picture)! Whether the Eider which ate the fish was the same one that originally caught it, I don’t know!

Im Dezember 2010 habe ich eine Mantelmöwe beobachtet, die einen männlichen Seehasen gefangen hat. Auf diesen Bildern kann man sehen, wie der Körper des Männchens sich während der Laichzeit (im Winter / Frühling) orange färbt: Bildserie 1: Eine Mantelmöwe fängt einen Seehasen

Die jungen Seehasen bleiben in der Seetangregion in der Nähe der Küste. Erst mit Beginn des Winters, nachdem sie sich voll entwickelt haben, begeben sie sich in tiefere Meeresbereiche.

In December 2010, I observed a Great Black-Backed Gull catching a male lumpsucker. In the pictures, one can see how the the body of the male is orange-coloured during the spawning season (winter/spring): Bildserie 1: Eine Mantelmöwe fängt einen Seehasen

The young lumpsuckers remain amongst the seaweed in shallow waters. Only at the beginning of winter, when they have fully developed, do they move to deeper waters.

Veröffentlicht 1. August 2016 von Shetlaenderin in Vögel

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