Spiegelbild der Zerstörung

Ein Spiegelbild der Zerstörung – eine Krähenscharbe steht in ihrem leeren Nest, das teilweise aus Meeresmüll gebaut wurde. Die meisten Krähenscharben der Vogelkolonie auf Papa Stour, die ich regelmäßig besuche, brüten dieses Jahr nicht.

A depiction of destruction – a Shag standing in its empty nest, which has been partly contructed out of marine litter. Most of the Shags in the colony on Papa Stour which I regularly visit are not breeding this year.

Gerne würde ich nur von schönen Beobachtungen der Vogelwelt berichten, aber die Zustände sind geradezu tragisch, was die Meeresvögel angeht. Es gibt einfach nicht ausreichend Beutefisch.

Die Krähenscharben können sehr tief tauchen und eine Vielzahl verschiedener Fischarten fangen und fressen. Wenn sie keinen Bruterfolg haben, ist das wirklich ein sehr schlechtes Zeichen; andere Vogelarten, die relativ spezialisiert sind, werden noch mehr unter dem Nahrungsmangel leiden.

Wie viel länger werden beispielsweise Küstenseeschwalben, Schmarotzerraubmöwen und Dreizehenmöwen in Schottland überhaupt zu hören und zu sehen sein? Wie viel länger werden wir Menschen das Meer weiter ausrauben und verschmutzen können, bevor das ganze Ökosystem komplett zusammenbricht und Vogelpopulationen unwiderruflich vernichtet werden?

I would happily only report on pleasant observations of birdlife, but as far as the seabirds are concerned, things are in a tragic state. There are simply not enough prey fish.

The Shags can dive very deeply and catch and eat a wide variety of species of fish. It really is a bad sign if they are not having success breeding; other bird species, which are relatively specialised, will suffer even more from the shortage of food.

For how much longer will, for example, Arctic Terns, Arctic Skuas and Kittiwakes still be heard and seen in Scotland? For how much longer will humanity be able to continue to plunder and pollute the seas, before the ecosystem completely collapses and bird populations are irreversibly decimated?

„Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen und der letzte Fluß verseucht ist; wenn die Atemluft krank macht, dann werdet ihr feststellen, zu spät, dass Reichtum nicht auf Bankkonten ist und man Geld nicht essen kann.“ / „When the last tree is cut, the last fish is caught, and the last river is polluted; when to breathe the air is sickening, you will realize, too late, that wealth is not in bank accounts and that you can’t eat money.“
– Alanis Obomsawin

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Veröffentlicht 23. Mai 2012 von Shetlaenderin in Vögel

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